Firmgruppenstunden zur Wiederverwendung

Gruppeneinheiten für die Gruppenleiter und Informationen aus dem Jahr 2024, die jeweils angepasst werden können. Diese Stunden sind für die einzelnen Firmbegleiter, die eine kleine Firmgruppe begleiten.

Start

Material und Informationen

Firmvorbereitung 2024 PV Bad Kohlgrub & PV Rottenbuch

Termine

Mindestens 4 Gruppenstunden in den Pfarreien bzw. Kleingruppen
FirmhelferInnen kommen auf Dich zu!

Die FirmhelferInnen sind engagierte und unglaublich tolle Personen, die Ihre Zeit in Dich investieren.
Bitte schätze das und halte Dich an vereinbarte Termine, dann wird das auch eine tolle Zeit für Dich und die anderen! Wenn Du mal einen Termin nicht wahrnehmen kannst, dann melde Dich bitte ab.

Bad Kohlgrub

Auftaktgottesdienst:

Sonntag, 04.02. um 10:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin

Zentrale Einheiten für Bad Kohlgrub im Pfarrsaal Bad Kohlgrub:

Samstag, 24.02. ab 15:00 Uhr

Samstag, 16.03. ab 15:00 Uhr

Samstag, 27.04. ab 15:00 Uhr

Samstag, 18.05. ab 15:00 Uhr

Beichttage:

Dienstag, 04.06. ab 15:00 Uhr – 17:00 Uhr Altenau & Bad Bayersoien & Bad Kohlgrub & Saulgrub

Firmung:

Donnerstag, 27.06. um 17:00 Uhr Stellprobe Bad Kohlgrub

Freitag, 28.06. um 10:00 Uhr Firmung in Bad Kohlgrub

Rottenbuch

Auftaktgottesdienst:

Sonntag, 11.02. um 10:00 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Geburt

Zentrale Einheiten für Rottenbuch - Treffpunkt an der Kirche Mariä Geburt in Rottenbuch

Sonntag, 25.02. ab 14:00 Uhr

Sonntag, 17.03. ab 14:00 Uhr

Sonntag, 28.04. ab 14:00 Uhr

Donnerstag, 16.05. ab 17:00 Uhr

Beichttage:

Donnerstag, 13.06. ab 14:00 Uhr in Rottenbuch

Freitag, 14.06. Nachholtermin

Firmung:

Donnerstag, 27.06. um 18:00 Uhr Stellprobe Rottenbuch

Freitag, 28.06. um 14:00 Uhr Firmung in Rottenbuch

feiafanga

Samstag, 02.03. um 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung (voraussichtlich Ettal oder Oberammergau)

Sonntag, 17.03. um 18:00 Uhr Kreuzweg in der St. Irmengard Schule

Weitere Termine folgen beim Auftakt...

Kontaktdaten

Hauptverantwortung: Unterstützerin:
Pastoralreferent Jugendreferentin
Simeon Stanek Stephanie Herrmann
sstanek@ebmuc.de stherrmann@eja-muenchen.de
+491774419070 +4915151226092

FimhelferInnen sprechen euch an und kommen auf euch zu!

0. Erklärung

Hallo liebe Firmhelferinnen und Firmhelfer,

um euren Einstieg in die thematischen Dokumente zur Firmvorbereitung zu erleichtern, möchte ich euch hier einen einheitlichen Ablauf erklären, sodass ihr schnell den Überblick bekommt und die Dokumente für eure Arbeit mit den Jugendlichen nutzen könnt.

Grundlegend sind alle Dokumente ähnlich aufgebaut:

  1. Schwerpunkte der Stunde in Stichpunkten - so seht ihr auf einen Blick, worum es thematisch geht
  2. Inhalt der Stunde - der Hintergrund zur Thematik zusammengefasst
  3. Fragen an die Leitung der Gruppe - Anregungen, welche Fragen ihr an die Firmbewerberinnen & Firmbewerber richten könnt
  4. Ideen für Treffen - meist drei konkrete Vorschläge für Gruppenstunden, die ihr mit den Jugendlichen zur Vertiefung durchführen könnt und immer ein passender Film zum Thema
  5. Manche Dokumente enthalten zudem einen Link zu einem passenden Video zum Thema

Das Ziel ist, dass ihr durch diese Dokumente alle wichtigen Materialien erhaltet, um den Jugendlichen das jeweilige Thema in einem Treffen nahezubringen und mit ihnen konkret dazu arbeiten zu können.

Die Dokumente und Ideen darin sind als Unterstützung für euch gedacht, nicht als Vorgabe – ihr könnt die Punkte frei aufgreifen und ergänzen. Sollten Zweifelsfragen zu einem Dokument auftauchen, wendet euch gerne an mich.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurer Firmvorbereitung!

Das ganze Material ist für den Firmunterrricht ist an diese Seite angehängt. Filme stehen über die Jugendstelle zur Verfügung, einfach per Mail anfragen.

1. Einheit

1. Gruppenstunde

Es geht um dich

Die Firmbewerberinnen und Firmbewerber lernen sich kennen.
Sie entdecken, dass jeder anders ist und jeder eigene Interessen, Stärken und Schwächen hat. Sie tolerieren einander.

Schwerpunkte

Film: Jumanji: Willkommen im Dschungel (2017)

Inhalt der Stunde

Inhalt der Firmstunde ist es, dass sich die Firmbewerberinnen und Firmbewerber in der Gemeinschaft zurechtfinden und einander besser kennenlernen.

Durch verschiedene Methoden des gegenseitigen Austauschs und gemeinsamer Aktivitäten soll eine vertrauensvolle, wertschätzende Atmosphäre entstehen. Die Jugendlichen sollen ermutigt werden, sich selbst mit ihren Erfahrungen, Meinungen und Fragen einzubringen.

Am Ende der Stunde sollen sich alle Beteiligten in der Gruppe wohlfühlen, ein erstes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt haben und Lust auf die weitere gemeinsame Vorbereitungszeit haben. Jede und jeder Einzelne soll den Eindruck gewinnen, willkommen und angenommen zu sein.

Die Stunde soll somit den Boden bereiten für eine Firmvorbereitung, in der die Jugendlichen sich und ihren Glauben reflektieren und vertiefen können - getragen von einer Gemeinschaft, die ihnen Rückhalt gibt.

Fragen an die Leitung der Gruppe

Ideen für Treffen:

1. Gruppenregeln formulieren (Empfehlung)

Begrüßung und Einstieg
Hinführung zum Thema Gruppenregeln
Sammeln von Regeln und Absprachen
Klären und Ergänzen
Abstimmen
Visualisierung

Wichtig: Prozess begleiten und steuern, dass sich alle einbringen können und eine einvernehmliche Entscheidung getroffen wird!

2. Das bin ich

Begrüßung und Vorstellungsrunde
Warm-Up-Spiele
Quizfragen in Kleingruppen
Steckbrief erstellen
Wappen malen
Vorstellungsrunde anhand der Wappen
Gemeinsamer Ausklang

Wichtig: genügend Zeit und Raum lassen für Gespräche, damit sich alle einbringen und wohlfühlen können.

3. Unser Glaube

Gruppeneinteilung
Kreativauftrag vergeben
Material bereitstellen
Brainstorming
Gemeinsames kreatives Schaffen
Präsentation der Werke
Reflexion

Abschließend, locker zusammen sein.

Wichtig ist, dass der Spaß im Vordergrund steht und ein Gruppengefühl entsteht!

4. Film ansehen

Mit Bezugnahme auf die persönlichen Stärken und Schwächen.
Vielleicht können die Jugendlichen ihr eigens HUD (Head-up-Display) mit ihren Stärken und Schwächen erstellen.

2. Einheit

2. Gruppenstunde

Gott über Dir - Mein Leben - Mein Glaube

Die Firmbewerberinnen und Firmbewerber erkennen, dass ihr persönlicher Lebensweg auch ihr Glaubensweg ist.Sie entdecken, dass Gott sie im Leben begleitet. Mithilfe von Bildern und Geschichten sprechen sie über das Geheimnis Gottes und vertiefen es.

Schwerpunkte

Film: Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott (2017)

Inhalt der Stunde

Die Firmbewerberinnen und Firmbewerber kommen mit ihren ganz persönlichen Lebensgeschichten zum Treffen. Diese sind geprägt von Erlebnissen, Erfahrungen und Hoffnungen. Insbesondere Beziehungen zu Mitmenschen spielen dabei eine prägende Rolle. Die Lebensgeschichte beeinflusst Gegenwart und Zukunftsvorstellungen: Was ist mir wichtig? Sie gibt Kraft für heutiges Handeln. Daher ist es wertvoll, die eigene Geschichte und aktuelle Lebenssituation immer wieder zu reflektieren.

Diese Lebensgeschichte ist untrennbar mit der Glaubensgeschichte verbunden: Wer gab und gibt mir Halt? Wer erzählte von Gott? Wo habe ich Gottes Nähe oder Ferne erfahren?

Die Bibel enthält viele Gottesbegegnungen. Sie drücken Unbeschreibbares durch Bilder und Geschichten aus. Diese laden dazu ein, Gott im eigenen Leben zu entdecken und das persönliche Gottesbild zu überprüfen: Welche Vorstellungen wurden mir vermittelt?

Der Glaube an Gott ist ein Geschenk, das mir anvertraut wird. Er prägt den Alltag und gibt Orientierung. Christwerden ist ein lebenslanger Prozess des Wachsens. Taufe und Firmung stehen am Anfang: Gott wendet sich mir zu, ich entdecke seine Spuren. Gott ruft mich, ich antworte: Ja, ich glaube an dich. Ja, ich habe dich erfahren. Ja, ich stehe zu dir.

Fragen an die Leitung der Gruppe

Blick zurück: Welche prägenden Erlebnisse und Wendepunkte habe ich erfahren? Gegenwart: Worum geht es mir jetzt in meinem Leben? Was ist mir wirklich wichtig? Zukunftsfragen:Was wünsche und erhoffe ich mir? Worauf freue ich mich? Glaubensfragen: Welche Rolle spielt der Glaube in meinem Leben? Wer hat meinen Glauben geprägt? Welche Gottesbilder begleiten mich? Wo fühle ich mich Gott nahe? Wo bleibt Gott verborgen? Mögliche nächste Schritte: Wie kann mein Glaube für mich noch lebendiger werden? Was würde ich gerne vertiefen oder verändern?

Ideen für Treffen:

1. The Sound of my Life

Grundsätzliches

Lieder_ sprechen unser Innerstes an und durch Lieder werden Botschaften und Gefühle ausgedrückt. So greifen Lieder auch unterschiedliche Facetten des Lebens auf. _Lieder können daher in ein Thema einführen oder es vertiefen, sie können Gedanken eines Treffens zusammenfassen und gesungenes Gebet sein.

In einer Soundandacht werden aktuelle Lieder und Hits angehört, daher wird sie manchmal als „Beten mit den Stars“ bezeichnet. Diese Lieder und Hits können mit Texten bzw. Gebeten, welche die Jugendlichen selbst verfasst haben, religiös gedeutet werden. Wie jede Andacht beginnt auch die Soundandacht mit dem Kreuzzeichen, enthält eine biblische Lesung und schließt mit dem Segenszuspruch und dem Kreuzzeichen ab. Ansonsten gibt es keine Vorgaben, weshalb sie recht frei gestaltet werden kann.

Was bewegt unsere Firmbewerberinnen und Firmbewerber? Was beschäftigt sie? Mit Hilfe der Lieder, welche die Jugendlichen zurzeit viel und gerne anhören, werden ihre Lebensfragen thematisiert.

Vorbereitung

Die Jugendlichen werden gebeten, ein Lied, das sie zurzeit viel hören bzw. das ihnen gut gefällt, zum Treffen mitzunehmen. Falls dieses Lied in einer anderen Sprache gesungen wird, dann ist es von Vorteil, wenn sie eine deutsche Übersetzung des Textes mitbringen.

Weiteres Material:

Beschreibung

Einstieg

•    Austausch: Die Jugendlichen arbeiten zu zweit. Sie stellen sich gegenseitig ihr Lied vor: Wer singt dieses Lied? Worum geht es in diesem Lied? Warum gefällt mir dieses Lied?

•    Gedanken sammeln: In einem zweiten Schritt schauen sie ihre Lieder etwas konkreter an: Welche Botschaft vermittelt das Lied?Welche Fragen wirft das Lied auf?Hat dieses Lied etwas mit meinem Leben zu tun?

•    Gedanken vorstellen und clustern: Die Gedanken von der zweiten Austauschrunde werden nun in der Gruppe vorgestellt. Dabei muss das Lied nicht unbedingt verraten werden. Auf Karten werden die Gedanken mitnotiert und dann geclustert.

•    Ergebnis betrachten: Welche Botschaften und Werte stechen hervor? Welche Fragen kommen häufig vor? Es wird der Gruppe rückgemeldet, was auffällt. Die Gruppe selbst kann auch ihre Beobachtungen mitteilen.

Vertiefung

•   Ergebnis reflektieren:  Haben diese Lieder etwas mit eurem/mit unserem Leben zu tun? Welche dieser Werte und Botschaften sind euch besonders wichtig? Es kann sein, dass dieser Aspekt bereits im vorhergehenden Schritt von den Teilnehmenden selbst thematisiert wurde. Besonders bei diesem Austausch ist es wichtig, dass aktiv zugehört wird und die Jugendlichen spüren: „Der/Die (Leitung) nimmt mich wahr/ernst.“

•    Ergebnis bewerten:  Alle bekommen drei Klebepunkte. Sie entscheiden sich, welcher Botschaft bzw. welchem Wert sie einen Punkt geben. Mit jenen fünf Botschaften oder Werten, welche die meisten Punkte erhalten haben, wird nun weitergearbeitet.

•    Soundandacht vorbereiten – Texte vorbereiten: Die Jugendlichen arbeiten wieder zu zweit. Sie suchen sich einen der fünf Botschaften bzw. Werte aus und überlegen, was ihnen diese Botschaft bzw. dieser Wert bedeutet. Ihre Gedanken halten sie in ein paar Sätzen fest. Bei größeren Gruppen können mehrere Paare zu einer Botschaft bzw. zu einem Wert arbeiten. Die Leitung sollte im Blick haben, wer zu welcher Botschaft bzw. welchem Wert arbeitet und darauf achten, dass alle fünf bearbeitet werden.

•    Soundandacht vorbereiten – Lied auswählen: Die Paare, welche zur gleichen Botschaft/zum gleichen Wert gearbeitet haben, setzen sich zusammen und überlegen, welches ihrer Lieder angehört wird. Ebenso vereinbaren sie, in welcher Reihenfolge ihre Texte vorgelesen werden. Die Leitung sammelt diese Liedvorschläge und hält die Reihenfolge fest. Falls ein Lied öfters gewählt wurde, sucht die Leitung gemeinsam mit der Gruppe nach einer Lösung.

AbschlussDas Treffen wird mit der Soundandacht abgeschlossen. Dafür kann ein geeigneter Ort gewählt oder der Raum besonders hergerichtet werden.

2. Gott stellt sich vor

Grundsätzliches

In der Bibel finden wir Glaubensgeschichten von Menschen, die Gott in ihrem Leben erfahren haben. Die Arbeit mit der Bibel eröffnet einen Zugang zu diesen zentralen Texten unseres Glaubens. Diese Texte wurden zwar in einer anderen Zeit aufgeschrieben, aber darin begegnen uns Menschen, die leiden, hoffen, enttäuscht werden, zweifeln, sich freuen, vertrauen…wie wir heute.  Eine Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch alle biblischen Texte zieht, ist: Gott ist ein Gott des Lebens, der den Menschen zum Heil führt. Dieser Glaubensschatz kann gemeinsam entdeckt werden – durch unterschiedliche Methoden der Bibelarbeit.

Kreative Schreibmethoden_ wie das Schreibgespräch eröffnen einen persönlichen Zugang zum Thema. Dabei geht es nicht um ein „korrektes“ Schreiben im Sinne der Rechtschreibung und Grammatik, sondern es geht darum, eigene Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Besonders jene Gedanken, welche in einer Gruppe kaum bis gar nicht angesprochen werden, können anhand kreativer Schreibmethoden zur Sprache kommen._

In der Erzählung aus Ex 3,1-15 wird Mose berufen, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. In diesem Zusammenhang wird der Name Gottes offenbart und das biblische Gottesverständnis deutlich (siehe „Einführung in den Bibeltext aus Ex 3,1-15“ im folgenden Materialteil).Der Name Gottes lädt ein, über Gottesvorstellungen zu sprechen, ohne dabei Gott auf ein bestimmtes Gottesbild festzulegen. Gott ist immer mehr und ganz anders, als ich mit Worten und Bildern ausdrücken kann.

Vorbereitung
Beschreibung

Einstieg

•     Möglichkeit 1 - Symbolbilder: In der Mitte werden Bilder ausgelegt (aus Kalender, Zeitungen usw.). Besonders gut eignet sich hier die Symbol-Kartei von R. Oberthür. Die Jugendlichen wählen zwei Bilder aus, die sie mit Gott verbinden (und eventuell ein Bild, das sie überhaupt nicht mit Gott verbinden können). Die restlichen Bilder werden weggeräumt. Jede/r stellt seine Bilder kurz vor und legt sie wieder in die Mitte (Gott ist…Gott ist wie….).Es folgt der Hinweis, dass wir nun einen Bibeltext hören, der uns Wichtiges über Gott mitteilt. Die Erzählung aus Ex 3,1-15 wird vorgelesen.

•    Möglichkeit 2 - Schreibgespräch: Die Leitung bereitet bis zu sieben Plakate mit bekannten und weniger bekannten Gottesbildern bzw. Gottesvorstellungen vor (z. B. Vater, Mutter, König, Hirte, Retter, Kriegsmann, Licht). Bei jedem Plakat liegen ein roter und ein schwarzer Stift. Mit schwarzem Stift werden auf dem Plakat Gedanken festgehalten, die diesem Gottesbild zustimmen. Mit rotem Stift werden Gedanken oder Fragen festgehalten, welche diese Gottesvorstellung in Frage stellen. Die Jugendlichen gehen im Raum herum, ohne miteinander zu sprechen. Sie können sich aussuchen, zu welchem Plakat sie gehen wollen und bei welchem Plakat sie was dazuschreiben möchten. Es ist auch möglich, zu den Kommentaren der anderen was dazuzuschreiben (Fragen, Ergänzungen, andere Stellungnahme…).Die Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt angeschaut und besprochen.

Es folgt der Hinweis, dass wir nun einen Bibeltext hören, der uns Wichtiges über Gott mitteilt. Vielleicht kann er uns auch Antworten auf Fragen geben, die in diesem Schreibgespräch aufgetaucht sind. Die Erzählung aus Ex 3,1-15 wird vorgelesen.

Vertiefung

•    Gedanken sammeln: Alle nennen zwei Begriffe, die ihnen „hängengeblieben“ sind. Die Leitung schreibt die Begriffe auf Karten und legt sie in Kreisform nieder. Dabei versucht sie, die Begriffe in jener Reihenfolge niederzulegen, wie sie im Bibeltext vorkommen.

•    Einführung in den Bibeltext: Die Leitung legt zu den Begriffen der Jugendlichen vorbereitete Karten dazu, welche in die Bedeutung des Bibeltextes einführen (siehe „Einführung in den Bibeltext Ex 3,1-15“ im folgenden Materialteil).

•    Gemeinsame Reflexion: Unsere Gottesvorstellungen – dem Geheimnis Gottes auf der Spur oder einengend? Wurde als Einstieg die Möglichkeit 1 gewählt, dann werden nun die Gottesbilder gemeinsam angeschaut. Was fällt auf? Betonen sie etwas sehr stark? Legen sie Gott auf ein bestimmtes Bild fest?Wurde als Einstieg die Möglichkeit 2 gewählt, dann werden nun die Plakate gemeinsam angeschaut. Eventuell mit jenen drei starten, auf denen viel in Rot festgehalten wurde oder wo kaum Notizen zu finden sind. Einige Hinweise zu den vorgeschlagenen Gottesbildern sind im folgenden Materialteil enthalten.

•    Persönliche Reflexion: Hier bieten sich wiederum zwei Möglichkeiten an.

_Möglichkeit 1: Bekenntnis formulieren_Die Gottesvorstellungen, die gemeinsam reflektiert wurden, können nun eine Hilfe sein, um ein persönliches Bekenntnis zu formulieren: Gott ist für mich…, Ich glaube, dass Gott…Diese Satzanfänge werden als Hilfe zu den Gottesvorstellungen gelegt. Jedes Gruppenmitglied erhält ein Blatt Papier und kann einen Platz aussuchen, an dem es unbeobachtet schreiben kann. Dabei kann im Hintergrund meditative Musik gespielt werden. Genauso kann diese persönliche Vertiefung im Freien stattfinden.

_Möglichkeit 2: __Word-Cloud _ist eine Form von Darstellung: Wörter, die wichtig sind bzw. in einem Text oft vorkommen, werden groß geschrieben. Desto wichtiger ein Wort, desto größer wird es geschrieben. Für diese Vertiefung kann auch auf eine digitale Hilfe zurückgegriffen (z. B.https://www.wortwolken.com/  bzw. Umfragetool https://pingo.coactum.de/) _werden._Wenn in einer Gruppe Gottesvorstellungen gesammelt werden, dann werden häufig Nomen genannt. Dabei werden in der Bibel vor allem Verben (z. B. erschaffen, erhören, führen…) verwendet, um Gottesvorstellungen zum Ausdruck zu bringen.Nachdem bei diesem Treffen bisher vor allem Nomen für Gott im Mittelpunkt standen, überlegt sich nun jede und jeder, welche Verben zu Gott passen. Dazu wird auf einem Blatt Papier ein Cloud gestaltet: Je wichtiger ein Verb ist, desto größer wird es geschrieben.

AbschlussEin Satz aus dem Bekenntnis wird vorgelesen oder die Word-Clouds werden den anderen gezeigt. Bei der Vorstellung der Word-Clouds können jene Begriffe, welche ganz groß geschrieben wurden, vorgelesen werden.Dann wird ein Lied gesungen oder ein Gebet wird gesprochen.

Material

Einfuehrung_in_den_Bibeltext_Ex_3.pdf

Gottesvorstellungen-eine_Auswahl_aus_der_Vielfalt.pdf

3. Lebensweg

Grundsätzliches

Wenn Jugendliche und Erwachsene über den eigenen Lebensweg nachdenken sollen, kann es hilfreich sein, wenn sie zunächst eingeladen werden, sich auf eine Gedankenreise zu machen. Die Gedankenreise kann helfen, sich an bedeutende Ereignisse und Menschen zu erinnern und über Hoffnungen und Zukunftsvorstellungen nachzudenken.

Vorbereitung
Beschreibung

Einstieg

•    Gedankenreise: Die Jugendlichen setzen sich bequem hin bzw. sie können auch liegen. Wer die Möglichkeit hat, ungestört im Freien zu arbeiten, kann sich auch dort mit der Gruppe einen bequemen Platz suchen.Wer möchte, kann die Augen schließen. Die Leitung sorgt für die Sicherheit der einzelnen Gruppenmitglieder (dass diese nicht von anderen gestört werden und dass jene, die die Augen nicht schließen, sich nicht über die anderen lustig machen).Die Leitung liest den Text für die Gedankenreise langsam vor.

Vertiefung

•    Mein Leben im Symbol des Weges – persönliche Vertiefung: Alle nehmen ein Blatt zur Hand und zeichnen dort ihren persönlichen Lebensweg auf: Dieser kann in Form eines Weges oder in Form von Fußabdrücken oder mit Hilfe eines Wollfadens gestaltet werden. Dabei beginnt der Lebensweg mit der Geburt und „endet“ beim Heute. Alle überlegen für sich, welche wichtigen Ereignisse sie bisher erlebt haben (schöne Erlebnisse, schmerzhafte Erlebnisse), welche Personen für sie wichtig waren bzw. sind und halten dies auf ihrer Zeichnung fest. Dafür kann ein Schlagwort notiert oder ein Symbol gezeichnet werden.

•    Gott auf meinem Lebensweg - persönliche Vertiefung: In einem weiteren Schritt wird die Frage gestellt: „Und welche Rolle spielte Gott in deinem bisherigen Leben? Gab es Momente und Ereignisse, wo Gott dir ganz nahe bzw. ganz wichtig war? Gab es Momente und Ereignisse, wo du Gott ganz fern bzw. als unwichtig erlebt hast?“Auf dem Lebensweg wird mithilfe eines Zeichens festgehalten, wann Gott einem ganz nah/wichtig (ein Zeichen) und wann Gott einem ganz fern/unwichtig (ein anderes Zeichen) war. Die Fußabdrücke können dabei auch in unterschiedlichen Farben angemalt werden (eine Farbe für „Gott ganz nah/wichtig“ und eine andere Farbe für Gott ganz fern/unwichtig“).

•    Meine Zukunftsvorstellungen – persönliche Vertiefung: Alle bekommen ein Blatt Papier und einen Briefumschlag. Nachdem über die Vergangenheit nachgedacht wurde, soll der Blick nun in die Zukunft gerichtet werden:_Wie stelle ich mir die Zukunft vor?Was erwarte ich mir von der Zukunft?Was ist mir wichtig, wenn ich an meine Zukunft denke?_Als Hilfe kann auch folgender Auftrag helfen: „Mein Leben in 20 Jahren“ oder „Stell dir vor, in 20 Jahren ist ein Betrag über dich im Lexikon/auf wikipedia zu finden. Was steht dort über dich?“

Weitere Idee:

Wenn es die Leitung zeitlich schafft, dann kann auch vorgeschlagen werden, dass jede und jeder einen Brief an sich selbst schreibt, welchen er/sie bekommen wird zur Firmung oder falls alle jünger sind als 18, dann zur Volljährigkeit oder nach 3 Jahren. Dazu wird auf dem Briefumschlag die eigene Adresse festgehalten.

•    Mein Lebensweg – gemeinsame Reflexion: Nach diesem persönlichen Festhalten versammelt sich die Gruppe im Kreis. In die Mitte wird eine Kerze gestellt. Die Briefumschläge mit dem Namen werden um die Kerze (in Kreisform) gelegt. Wer möchte, kann der Gruppe mitteilen, wie es ihm/ihr ergangen ist: Sind diese Übungen mir leicht gefallen? Was ist mir persönlich aufgefallen?

Habe ich bereits konkrete Vorstellungen und Wünsche von meiner Zukunft?

Nach dieser persönlichen Rückmeldung kann auch folgende Frage aufgeworfen werden: Welche Rolle spielt Gott in meinem Leben?

Kommt in meiner Zukunft auch Gott vor?

Besonders wertvoll ist es an dieser Stelle, wenn die Leitung ein persönliches Zeugnis abgibt: An was kann sie sich besonders erinnern, als sie im Alter der Jugendlichen war?

Welche Rolle hat Gott in ihrem Leben gespielt?

Welche Rolle spielt Gott jetzt in ihrem Leben?

Bei dieser gemeinsamen Reflexion kann auch aufgezeigt werden, weshalb dieser Themenschwerpunkt auf dem Weg der Firmvorbereitung wichtig ist.

Abschluss

Die Kerze in der Mitte wird entzündet. Die Bibelstelle Rut 1,14-19a wird vorgelesen.Dann wird eine kleine Kerze an der großen Kerze in der Mitte entzündet. Die kleine Kerze wird zu einem Gruppenmitglied getragen. Der Vers aus Rut 1,16 kann dem Gruppenmitglied zugesprochen werden. Nun kann entweder dieses Gruppenmitglied eine kleine Kerze nehmen, sie an der der großen Kerze entzünden und sie einem anderen Gruppenmitglied mit dem biblischen Zuspruch übergeben oder die Leitung macht dies jeweils (Entscheidung hängt von der Gruppendynamik ab).Wenn alle Gruppenmitglieder eine kleine Kerze erhalten haben, wird gemeinsam ein Lied gesungen und/oder ein Segensgebet gesprochen.

Material

Gedankenreise.pdf

4. Film ansehen

3. Einheit

3. Gruppenstunde

Jesus mit Dir - Christus - Vergangenheit und heute

Die Firmbewerberinnen und Firmbewerber lernen Jesus kennen. An das historische Bild von Jesus kommen wir nicht einfach vorbei. Deshalb stellt sich für jeden Christen die Frage: Wie passen der Jesus der Bibel und meine persönliche Beziehung zu ihm zusammen? Die Firmvorbereitung möchte dazu ermutigen, sich selbst ein Bild von Jesus zu machen.

Schwerpunkte

Film: Auferstanden (2016)

Inhalt der Stunde

Die Firmvorbereitung soll den Firmbewerberinnen und Firmbewerbern helfen, eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus aufzubauen. In dieser Firmstunde geht es darum, das Bild von Jesus in der Vergangenheit mit dem Bild, das wir heute von ihm haben, zu vergleichen.

Wer war Jesus? In der Bibel finden wir Berichte über das Leben von Jesus von Nazareth, einem jüdischen Wanderprediger, der vor ca. 2000 Jahren im heutigen Israel und Palästina gelebt hat. Die Bibel zeichnet das Bild eines charismatischen Mannes, der die Menschen durch seine Predigten und Wundertaten faszinierte. Er wandte sich vor allem den Armen und Ausgestoßen zu und verkündete eine Botschaft der Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Jesus sah sich selbst im Lichte alttestamentlicher Prophezeiungen als der verheißene Erlöser. Er stieß damit auf den Widerstand der jüdischen und römischen Obrigkeit. Jesus wurde als politischer Aufrührer angeklagt und hingerichtet.

Das Christusbild heute Für Christen ist Jesus Christus bis heute eine zentrale Identifikationsfigur. Allerdings hat sich das Christusbild im Laufe der Kirchengeschichte gewandelt. Stand zunächst der leidende und gekreuzigte Jesus im Mittelpunkt, rückte später der auferstandene und triumphierende Christus stärker in den Blick. Heute sehen viele in Jesus vor allem ein moralisches Vorbild in Sachen Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit. Andere betonen eher seine spirituelle Bedeutung als „Sohn Gottes“. Viele Aspekte des historischen Jesus geraten dabei in den Hintergrund.

Fragen an die Leitung der Gruppe

Persönliche Fragen:

Diskussionsfragen:

Verbindung zur Firmvorbereitung:

Ideen für Treffen:

1. Was würde Jesus heute tun?

Ablauf:

Einstieg

Gruppenarbeit

Präsentation

Abschluss

Durch die Arbeit an konkreten Beispielen kann eine Verbindung zwischen der historischen Person Jesus und seiner Relevanz für die Gegenwart hergestellt werden. Die Firmlinge setzen sich aktiv mit Jesus auseinander.

2. Mein Tag mit Jesus

Phase 1: Szenenziehung Jeder Teilnehmer der Gruppe zieht eine Szene oder Episode aus dem Leben Jesu. Dazu wird vorher gemeinsam ein Fundus solcher Bibeltexte zusammengetragen und ausgelegt, z.B. bestimmte Wunder- oder Heilungsgeschichten, Gleichnisse, Jesus bei bestimmten Begegnungen etc. Die Firmlinge suchen sich dann je eine dieser Bibelstellen aus, die sie näher interessiert und die einen Einblick in das Reden, Handeln und die Gedankenwelt von Jesus geben.

Phase 2: Kleingruppenarbeit Anschließend bilden sich Kleingruppen von 3-4 Personen. Die Gesamtgruppe kann je nach Größe in 5-7 Kleingruppen aufgeteilt werden. Das bringt eine gute Dynamik. In den Kleingruppen erhalten die Firmlinge nun den Auftrag, die von jedem Einzelnen ausgewählte Bibeltexte als eine kleine Szene umzusetzen - entweder als kurzes Theaterstück oder in Form eines Dialogs. Dafür haben sie 30-45 Minuten Zeit. Wichtig ist, dass jeder Firmling möglichst eine aktive Rolle in der Gestaltung der Szene übernimmt, sei es als Schauspieler oder z.B. Erzähler. Kostüme oder Requisiten können ergänzend eingesetzt werde

Phase 3: Präsentation & Austausch Abschließend präsentieren die Kleingruppen nacheinander ihre Bibelszenen vor der Gesamtgruppe, die jeweils ihre Mitschüler als Publikum bildet. Im gemeinsamen Austausch reflektiert jede Kleingruppe einzeln über folgende Aspekte: Was konnten wir durch die Gestaltung über Jesus lernen oder welche Facetten seiner Persönlichkeit wurden uns wichtig? Was nehme ich persönlich für mein Bild von Jesus mit? So kann die Auseinandersetzung mit dem Bibeltext vertieft und auf die eigene Lebenswelt übertragen werden.

3. Jesus’ Tagebuch

Phase 1: Textauswahl Die Teilnehmer suchen sich zunächst einzeln und still für sich eine einprägsame Begebenheit oder Episode aus dem Leben Jesu aus, z.B. die Bergpredigt, die Speisung der 5000, Jesu Gebet im Garten Getsemane oder das Letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Als Hilfestellung kann der Gruppenleiter eine Auswahl solcher Textstellen zusammenstellen und auslegen oder gezielte Vorschläge machen. Wichtig ist, dass die Firmlinge einen Bibeltext auswählen, der sie persönlich anspricht.

Phase 2: Versetzung in Jesu Lage Nun erfolgt der perspektivische Wechsel: Die Teilnehmer versetzen sich gedanklich in die Lage von Jesus an diesem bestimmten Tag und reflektieren, was er wohl in seinem Tagebuch festgehalten hätte. Wie hat er diesen Tag wahrgenommen, was hat er gefühlt, gedacht, erlebt? Die Firmlinge notieren stichpunktartig Ideen für einen möglichen Tagebucheintrag. Leitfragen können sein: Was ist heute passiert? Wie habe ich mich dabei gefühlt? Was habe ich gedacht oder erlebt? Was nehme ich mit aus diesem Tag?

Phase 3: Präsentation und Austausch Abschließend stellen einige Freiwillige ihre persönlichen Tagebuchtexte vor. Im gemeinsamen Austausch können dann neue oder überraschende Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt Jesu reflektiert werden, die durch den Perspektivwechsel deutlich wurden. Das Ziel ist es, dadurch Jesu Innere besser nachvollziehen zu können.

4. Film ansehen

4. Einheit

4. Gruppenstunde

Heiliger Geist in Dir - Begeisterung

Den Firmbewerberinnen und Firmbewerbern wird aufgezeigt, durch welche Handlungen der Geist Gottes sichtbar wird. Sie entdecken, dass der Geist Gottes zur Vielfalt befreit, und sie erfahren, dass Begeisterung und Freude starke Zeichen des Heiligen Geistes sind.

Schwerpunkte

Film: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (2013)

Inhalt der Stunde

Der Geist Gottes ist der Motor der Welt. Damit ist gemeint, dass Gott im Geist konkret in die Welt einwirkt. Diese Überzeugung hat seine Wurzeln im Alten Testament. Im Hebräischen finden wir das Wort „rûach“, das so viel heißt wie „wehen“, „atmen“. Daraus wurde die Bedeutung Geist bzw. **Lebenskraft **abgeleitet. Im Alten Testament wird vom Geist Gottes gesprochen, wenn zum Ausdruck gebracht wird: Gott selbst wird hier erfahrbar - Gott selbst handelt hier. Geist hat wahrnehmbar mit dem Leben zu tun. Die ursprüngliche Wortbedeutung des Wortes „rûach“ macht deutlich, dass es nicht einfach ist, den Geist Gottes zu erklären. So wie der wehende Wind ist der Geist Gottes nicht sichtbar.

Der Wind wird erst durch seine Wirkung, z.B. wenn er Blätter bewegt, sichtbar. So wird auch der Geist Gottes durch sein Wirken sichtbar. Daher können Ereignisse oft erst im **Rückblick **mit dem Geist Gottes in Verbindung gebracht werden.Im Neuen Testament wird der Geist als **Beistand **und „Mutbringer“ beschrieben. So verspricht Jesus nach dem Johannesevangelium seinen Jüngern, dass er den Geist (Beistand, Mutbringer) schicken wird, um sein Wirken fortzusetzen.

Damit wird die Kirche (= Gemeinschaft in der Nachfolge Jesu) zum Erfahrungsraum des Geistes: Durch das Wirken des Geistes Gottes (die Kraft Gottes) verbreitet sich die Botschaft von Jesus Christus, vom Reich Gottes. Konkret heißt das, dass der Geist Gottes z. B. im Umgang miteinander sichtbar wird.Der Apostel Paulus betont, dass das Wirken des Geistes keine Einbahnstraße und nicht „zauberhaft“ ist. Der Beitrag der Menschen ist für den Geist notwendig. Das bedeutet z. B. zu erkennen, wo Ungerechtigkeit geschieht, und dann aktiv zur Veränderung beizutragen. Die Gaben des Geistes (z.B. Weisheit, Rat oder Gottesfurcht) unterstützen den Menschen und stärken ihn dabei. „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Diese bestärkende Zusage, die alle bei ihrer Firmung erhalten, erinnert daran, dass Gottes Geist mit den Getauften ist. In der Firmung wird das nochmals besiegelt und bestätigt, was mit der Taufe begonnen hat.

Die Antwort „Amen“ bringt zum Ausdruck, dass die Getauften (und Gefirmten) dieses Geschenk annehmen und Menschen sein wollen, in denen Gottes Geist wirken kann. Es kommt das persönliche „Ja“ zum Ausdruck: „Ja, ich will mit Gott leben“, d. h. ich will offen bleiben für den Geist Gottes. Diesem persönlichen Ja geht voraus, dass ich auf meinem Lebensweg den Geist Gottes bereits erlebt habe. Und dieses Ja enthält das Versprechen, dass ich den Geist Gottes auch durch mich wirken lassen will.Somit stärkt der Geist Gottes den Glauben, aber es braucht auch den Glauben, damit ich den Geist Gottes erfahren kann, und es braucht meine Bereitschaft, damit er wirken kann.

Video zum Einstieg in die Stunde:

Heiliger Geist

Fragen an die Leitung der Gruppe

Ideen für Treffen:

1. Geist Windmobile

Phase 1: Einführung

Phase 2: Wind-Erfahrung

Phase 3: Windmobile basteln

Phase 4: Vorstellen & reflektieren

2. Geist-Botschaften

Phase 1: Impuls

Phase 2: Geist-Botschaften gestalten

Phase 3: Vorstellen

Phase 4: Abschluss

Durch diesen kreativen Zugang setzen sich die TN individuell mit der konkreten Bedeutung des Heiligen Geistes für den eigenen Glauben und Alltag auseinander.

3. Geist-Cocktail

Phase 1: Einstieg

Phase 2: Biblischer Impuls

Phase 3: Geist-Cocktails mixen

Phase 4: Diskussion & Reflexion

Durch die Metapher des Cocktails wird die bereichernde Vielfalt der Gaben des Geistes erlebbar. Die TN setzen sich auf kreative Art damit auseinander.

4. Film ansehen